rolf kröger

Leena Zihlmann-Kaasalainen

1959 geboren in Tampere (Finnland)
1981 Umzug in die Schweiz
   
seit 2008 freischaffende Künstlerin
  lebt und arbeitet in der Region Bern (CH)
   

Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich die gebürtige Finnin Leena Zihlmann-Kaasalainen mit kreativen Prozessen in der Malerei, wo sie verschiedene Techniken erprobt und u.a. die Eindrücke diverser längerer Reisen künstlerisch verarbeitet. Ihre Bilder entstehen in einem intensiven, meditativen Prozess und eröffnen Bezüge zu ihren finnischen Wurzeln, aber auch zu Asien und nicht zuletzt zu ihrem aktuellen nahen Lebensraum.

Die Bilder entstehen liegend am Boden, mit Pigmenten, die von Hand Schicht um Schicht aufgetragen werden und durch diese spezielle Technik ihre besondere Stofflichkeit behalten. Blau- und Grautöne, Weiss und Schwarz spielen eine zentrale Rolle in diesen Annäherungen an die Natur. Die Bilder, welche primär Stimmungen einfangen und wiedergeben sollen, wirken bei längerem Betrachten wie Gedichte, die die Seele sanft berühren.

Eine Besonderheit in ihrem Schaffen stellen kleine Bildboxen mit schwarzen Seitenwänden dar. Die Arbeiten auf deren Frontseite sind nicht einfach auf die Holzboxen aufgetragen; sie sind vielmehr eingeritzt, eingekratzt, dem Holz eingeprägt, wie sie sich vorher der Künstlerin eingeprägt haben. Durch das kleine Format haben diese Arbeiten etwas sehr Intimes. Etwas, das an persönliche Notizen erinnert, an Tagebucheinträge, an Mitteilungen über Befindlichkeiten, Selbsterfahrung oder Seinsfragen.

Es sind Seelenlandschaften, die uns Leena Zihlmann-Kaasalainen vor Augen führt. Landschaften des Empfindens, die, selbst im kleinen Format, von enormen Kräften sprechen, die unter der möglicherweise ganz ruhig wirkenden Oberfläche des Physischen wirken. Ihre landschaftlich anmutenden Abstraktionen sind Ausdruck für das verborgene innere Leben; für das, was sich dem Auge entzieht.